Aktuelles

Mittwoch, 31. März 2021

Mit der Auferstehung Jesu steht und fällt alles

Nicht Weihnachten, sondern Ostern ist das größte Fest der Christenheit! Geht es doch darum, die Auferstehung Jesu von den Toten zu feiern. Ohne seine Auferstehung gäbe es keine Christen, keine Kirche,  keinen christlichen Glauben, keine christlich geprägte Geschichte und Kultur. Jesus wäre in Vergessenheit geraten,  bestenfalls ein besonderer Mensch seiner Zeitgeschichte. Gar nicht auszudenken, wo wir dann stünden.

Wir wissen: Eier machen kein Ostern und Frühling und Hasen auch nicht. Aber die Auferstehung Jesu. Die ist seinerzeit den Frauen am leeren Grab verkündet worden: „Fürchtet euch nicht!“ sagt der Engel „Ich weiß, dass ihr den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ Mehrfach ist der auferstandene Jesus seinen Jüngern begegnet. Mit der eigenen Erfahrung und Vernunft nicht zu fassen. Ein universales Ereignis in der Geschichte, ein Geheimnis Gottes,  das doch alle Geschichte und alles bisher Dagewesene sprengt. 

Mit der Auferstehung Jesu steht und fällt alles. Unser Glaube, unsere Auferstehung, unsere Hoffnung auf das ewige Leben, unsere tiefste Gemeinschaft mit Gott, die Glaubwürdigkeit des Wortes Gottes und des Evangeliums. 

Ob Jesus nur war oder ob er auch ist – das hängt an der Auferstehung. Jesus lebt!

Damit ist Ostern Grund zu größter Freude, Grund, Gott immer zu danken und zu loben. Wir bekennen  Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja! 

In der orthodoxen Osterliturgie heißt es : „Christus ist auferstanden von den Toten und hat den Tod durch den Tod besiegt und denen im Grabe das Leben gebracht.“  Was für eine Hoffnung für unsere Toten! Für uns!

Ich wünsche Ihnen die große Hoffnung und Freude, die uns mit der Auferstehung Jesu geschenkt wird. Wie gut sind wir dran: Jesus lebt, mit ihm auch wir!

Ulrich Rüß

 

Freitag, 11. Dezember 2020

So ganz anders

In diesem Jahr ist Weihnachten so ganz anders. Ein Virus schreibt uns vor, wie und mit wem wir feiern dürfen. Keine brechend vollen Kirchen. Gottesdienste mit Auflagen. Auf jeden Fall Abstand halten, und singen allenfalls mit Maske. Richtige Weihnachtsstimmung will da nicht so recht aufkommen. Das beklagen wir zurecht.

Bedenken wir aber, dass das 1. Weihnachtsfest auch so ganz anders war; jedenfalls völlig anders als die Menschen es erwartet haben und sich vorstellen wollten und konnten. Und das hat mit Gott zu tun. Damit hat doch keiner gerechnet, dass der Allmächtige sich als Baby in die Krippe begibt, der allerhöchste und erhabene Gott in Jesus Mensch wird! Nicht standesgemäß und unter aller Würde! Und so erbärmlich primitiv im Stall! Aber in der Herberge war kein Platz für ihn. Im Johannesprolog (Joh.1,11) heißt es: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Für den Retter der Welt ist kein Platz da. Von Geburt an gehört Jesus nicht zu dem, was weltlich wichtig und mächtig ist. Wir wissen und bekennen, dass der Gottessohn sich als der Unwichtige und Ohnmächtige erweist, der aber doch der wahrhaft Mächtige ist, als der, auf den letztlich alles ankommt. Er geht den Weg des Kreuzes, stirbt für unsere Sünde, rettet uns von Sünd und Tod. Alles aus Liebe!

Unser Gott ist so ganz anders als die Gottesvorstellungen in den anderen Religionen. Was ganz anders ist? Gottes Liebe zum Sünder. Erlösung ist ganz Gottes Sache. Kein Gott- und Götterwesen handelt so voller hingebungsvoller Liebe und Hingabe, so voller Vergebung, Barmherzigkeit und Gnade wie unser Gott in Jesus Christus. Er, der Gekreuzigte und Auferstandene, der menschgewordene Sohn Gottes, geht aller Schöpfung voraus. Er ist Anfang und Ziel der neuen Schöpfung, die mit seiner Auferstehung begonnen hat. So ganz anders ist er, der Heiland, der uns geboren wurde.

Geben wir ihm Platz, genug Platz? Oder halten wir Abstand zu ihm, meiden den Kontakt zu ihm? 

Mit der 9. Strophe des Weihnachtsliedes „Ich steht an deiner Krippen hier…“ von Paul Gerhardt singen wir anbetend: „Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland nicht versagen: dass ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So lass mich doch dein Kripplein sein; komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine Freuden.“

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Christfest und ein gnadenreiches Jahr 2021! Bleiben Sie behütet!

Pastor Ulrich Rüß, Präsident der IKBG/ICN

 

Sonntag, 29. März 2020

Gebet in der Coronakrise

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.

Bitte tröste jene, die jetzt trauern. 
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.

Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.

Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.

Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind. 

Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht. 

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.

Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit. 
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.



Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.

Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.

Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.

Dass Du allein ewig bist.

Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.

Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.

Wir vertrauen Dir. 

Danke


(Johannes Hartl)



Johannes Hartel ist kath. Theologe und Leiter des Gebetshauses in Augsburg.

 

Donnerstag, 23. Januar 2020

Zum Tode von Prof. Dr. Peter Beyerhaus

„Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen!“
1. Timotheus 6, 12

Gott, der Herr, hat seinen Diener, Prof. Dr. Peter Beyerhaus , am 18. Januar 2020 zu sich heimgerufen in sein ewiges Reich. 

Peter Beyerhaus gründete neben der Konferenz Bekennender Gemeinschaften (KBG) auch die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG). Bis 2009 war er Präsident der IKBG, danach deren Ehrenpräsident.

Seit 1966 stand er, der Ordinarius für Missionswissenschaft und Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen, gegen eine liberale, ideologisierte und zeitgeistorientierte Theologie, die die Autorität der Bibel in Frage stellte und das christliche Bekenntnis der alleinigen Wahrheit des Evangeliums der Mehrheitsmeinung anpasste und relativierte, im Kirchenkampf. Im Kampf gegen die Irrlehren dieser Zeit verstand er sich, die Bekennenden Gemeinschaften und die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) in der Wächterposition. Dabei war ihm die ökumenische Dimension besonders wichtig, das Eintreten für eine konfessionsübergreifende christozentrische Bekenntnisökumene. Hier sah er sich mit bekenntnistreuen Vertretern der katholischen, orthodoxen, anglikanischen und orientalischen Kirche, sowie Vertretern der Freikirchen, verbunden. Für viele bekenntnistreue Christen war und gab er Halt, Orientierung und Stärkung im Glauben, war für sie heimlicher Bischof. Als mutiger Bekenner stand er wie ein Fels in der Brandung.

Wir danken Gott für den wegweisenden Dienst von Prof. Dr. Peter Beyerhaus voller Hochachtung. Sein geistliches Vermächtnis wird der Arbeit der IKBG Verpflichtung bleiben. Der Herr schenke ihm, was er geglaubt hat. „Requiescat in pacem!“ Das ewige Licht leuchte ihm.

Pastor Ulrich Rüß,
Präsident der IKBG/ICN

 

Zum Christfest 2019


„JAUCHZET, FROHLOCKET!“

Viele von Ihnen werden auch in diesem Jahr das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach hören. Es gehört einfach dazu. Es beschert volle Kirchen und interpretiert in musikalisch eindrucksvoller Weise die freudige Botschaft von der Menschwerdung Gottes in dem Jesuskind in der Krippe Da geht einem das Herz auf.

Schon im Eingangsstück werden wir Zuhörer zum Jauchzen und Frohlocken, das heißt zum Jubeln und Fröhlichsein, aufgefordert und der Anlass gleich mitgeteilt: „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage, rühmet, was heute der Höchste getan! Lasset das Zagen, verbannet die Klage, stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an! Es folgt die Aufforderung, dem Höchsten mit herrlichen Chören zu dienen und weiter: „Lasst uns den Namen des Herrschers verehren!“ Weihnachtsfreude soll zum Gotteslob und zur Verehrung führen.

Gerade der Eingangschor mit großem Chor, Orchester mit Pauken und schmetternden Trompeten geht unter die Haut, ja, man möchte mitjubeln. Ein Kontra dem Zagen und Klagen! Bei dem freudigen Ereignis der Geburt Jesu gilt: Jetzt lass das mal sein mit deinem alltäglichen Jammern, Klagen und Zagen. Es gibt zwar genug Grund dazu, wenn du an die schlimmen und verheerenden Ereignisse und Entwicklungen in der Weltgeschichte und möglicherweise auch in deiner Privatgeschichte denkst.

Aber Weihnachten ist uns der Retter, Heiland und Erlöser geboren, der allem Zagen und Klagen ein Ende macht. Leid, Not, Krankheit und Tod haben letztgültige Macht verloren. „Welt ging verloren, Christ ist geboren, freue dich o Christenheit“ heißt es auch im Weihnachstlied „O du fröhliche…“ und im Lied „Stille Nacht…“ singen wir anbetend jubelnd: „Christ, der Retter ist da!“

Nicht jeder von uns singt das Weihnachtsoratorium mit seinem „Jauchzet, frohlocket!“ Aber jeder von uns kann die Weihnachtsfreude jubelnd mit den herrlichen Weihnachtschorälen „jauchzend und frohlockend“ besingen. Jammern, Klagen und Zagen haben dann keine Chance mehr.

Ich wünsche Ihnen ein von der Christusfreude geprägtes Christfest und ein gesegnetes, gnadenreiches Jahr 2020!

Pastor Ulrich Rüß,
Präsident der IKBG/ICN

 

Donnerstag, 13. Juni 2019

Die Konferenz Bekennender Gemeinschaften (KBG) hat sich auf ihrer Tagung am 1. Juni in Kassel mit der theologisch-geistlichen Gefährdung und Fehlentwicklung in der Kirche durch Ideologien, zeitgeistbedingte gesellschaftspolitische Mehrheitsprozesse und der Infragestellung christlicher Glaubensgrundlagen befasst. Demnach gilt die Heilige Schrift nicht mehr als alleiniger Maßstab für den Glauben, das christliche Bekenntnis wird relativiert und der  Denke der Zeit angepasst. Folgende Thesen wurden verabschiedet:


Evangelium statt Zivilreligion – Kirche muss Kirche bleiben

Thesen der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den ev. Kirchen Deutschlands (KBG)

1. Christen sind immer auch Teil der Gesellschaft. Daher besteht die Versuchung, die Inhalte des christlichen Glaubens und Lebens an die jeweiligen demokratisch legitimierten gesellschaftspolitischen Prozesse und ihre Vorgaben anzupassen.

2. Dieser Versuchung war die Evangelische Kirche in ihrer Geschichte vielfach erlegen in Zeiten verschiedener Ideologien, wie zum Beispiel in der Zeit des Rationalismus, (National)Sozialismus, Kommunismus, Feminismus u.a..)

3. Auch heute ist festzustellen, dass evangelische Kirchenleitungen, Synoden und Gremien sich von zeitgeistbestimmten demokratisch legitimierten Mehrheitsentscheidungen in Gesellschaft und Politik leiten lassen, auch wenn sie im Widerspruch zum Wort Gottes und dem christlichen Bekenntnis stehen.

4. Hier vollzieht sich „Zivilreligion“: Die gesellschaftliche Mehrheitsmeinung bestimmt weitgehend kirchliche Entscheidungsprozesse in Fragen des Glaubens und der Ethik. Dabei gilt: Auch Parlamente und Synoden können irren.

5. So wird zum Beispiel die bibel- und bekenntniswidrige „Ehe für alle“ kirchenamtlich unterstützt.

6. Der Ruf zum Glauben an Jesus Christus als den einzigen und wahren Erlöser wird relativiert mit dem Hinweis, dass Juden, Moslems und Christen denselben Gott anbeten. Jesus Christus ist dann nicht mehr „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14, 6).

7. Innerweltliche Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung (Klimadebatte) und die damit gegebenen moralischen Forderungen haben Vorrang vor der Verkündigung der großen Hoffnung der Erlösung der Welt von der Macht des Todes zum ewigen Leben durch Jesu Kreuz und Auferstehung.

8. Der biblische Ruf zur Umkehr, der Ruf aus der Sünde und Trennung von Gott, die aktive missionarische Weitergabe der Grundlagen des Glaubens und des Evangeliums werden ersetzt durch regelmäßige polit-moralische Forderungen zur Verwirklichung des Reiches Gottes, der Weltverbesserung und demgemäß angepasster Religiosität im Sinne einer Wohlfühlreligion.

9. Wir halten daran fest, dass Kirche heute nur Kirche sein kann, wenn sie das Wort Gottes als bleibende Autorität und Norm ernst nimmt, wenn sie festhält an den unverrückbaren Glaubensinhalten und ihrem Bekenntnis, wenn allein Jesus Christus als die Mitte kirchlichen Handelns bezeugt wird.

10. Wenn die Zivilreligion das kirchliche Leben und Handeln bestimmt, verliert die Kirche ihre Identität und macht sich überflüssig. Die evangelischen Landeskirchen in Deutschland sind auf dem Weg zivilreligiöser Anpassung. Wir fordern daher eine Erneuerung der Kirche, eine dringende Umkehr zu Schrift und Bekenntnis, damit Kirche Kirche bleibt.

Kassel, 1. Juni 2019

gez. Pastor Ulrich Rüß, Vorsitzender

 

Mittwoch, 1. Mai 2019

E I N L A D U N G

VIII. ÖKUMENISCHER BEKENNTNISKONGRESS DER IKBG/ICN 

Vom 4.- 6. Oktober 2019 in der Ev. Tagungsstätte in Hofgeismar (bei Kassel)

Thema:

QUO VADIS EUROPA? – EUROPA ALS HERAUSFORDERUNG FÜR DIE CHRISTEN

Was wird aus Europa? Die Zukunft Europas ist eine Herausforderung an die Kirchen und alle Christen. Verspielt Europa sein christliches Erbe? Schon Papst Joh. Paul II sagte: „Ich möchte den Verlust des christlichen Erbes anführen, der begleitet ist von einer Art praktischem Agnostizismus und religiöser Gleichgültigkeit, weshalb viele Europäer den Eindruck erwecken, als lebten sie wie Erben, welche die ihnen von der Geschichte übergebene Erbschaft verschleudert haben.“ Hinzu kommt der wachsende Einfluss des Islam auf Europa.

Alle Kirchen und Christen müssen sich diesen Herausforderungen stellen.

Auf dem VIII. Ökumenischen Bekenntniskongress in Hofgeismar wollen wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen, Anregungen, Hilfe und Orientierung geben. Prominente Referenten aus dem In- und Ausland und aus der Ökumene werden das Thema analysieren und Perspektiven aufzeigen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Pastor Ulrich Rüß, Präsident der IKBG/ICN
Andreas Späth, Vizepräsident der IKBG/ICN

» Zur Anmeldung
» Download Programm (PDF)

 

Mittwoch, 5. Dezember 2018

„Lasst uns nun gehen nach Bethlehem…!“  (Lukas 2)
wie weit ist es von Deutschland nach Bethlehem? 6.348 Kilometer Fahrtstrecke. Nichts für Fußgänger! Wer heute nach Bethlehem will, setzt sich in den Flieger nach Tel Aviv, fährt von dort in einem luxuriösen Reisebus und ist in relativ kurzer Zeit in der Geburtskirche, direkt an der Geburtsstätte Jesu.


„Lasst uns nun gehen nach Bethlehem…“ sprachen die Hirten untereinander nach der Begegnung mit dem Engel. „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr“ haben sie gehört mit dem Hinweis, dass sie das Kind finden werden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Säugling in Windeln, ein Futtertrog als Wiege, Stall mit entsprechendem Geruch, Heiland, Retter, Gottes Sohn, Christus, der Herr – wie passt das zusammen? Offenbar hat die Begegnung mit dem Engel bei den Hirten alle Zweifel zurückstehen lassen. Sie machen sich auf den Weg und finden in dem Stall von Bethlehem Maria und Josef mit dem Jesuskind. Letztlich finden sie im Stall von Bethlehem nicht nur die heilige Familie, sondern ihren Heiland, Retter und Erlöser Jesus Christus. Sie können daraufhin nur noch Gott loben.

Heute werden wir aufgefordert, nach Bethlehem zu gehen. Nicht zu Fuß wie damals die Hirten, nicht per Flugzeug und Reisebus.

Bethlehem steht heute für den Ort, wo wir Christus, den menschgewordenen Gott, den Heiland und Erlöser finden können.
Dazu brauchen wir nicht nach Israel zu reisen. Wo können wir ihn finden? Die Zeichen, ihn zu finden sind Wort und Sakrament. Das heißt: überall, wo das Wort Gottes verkündet wird, Christus bezeugt wird, ist er mitten unter uns, ist Bethlehem. Überall, wo wir im heiligen Abendmahl Leib und Blut Christi zur Vergebung der Sünden empfangen, ist er als Auferstandener real gegenwärtig. Unser Bethlehem.

Überall, wo wir betend, anbetend, lobend ihn preisen, als für uns Gekreuzigten und Auferstanden ist er unter uns, ja in uns. Unser Bethlehem. In diesem Sinn „lasst uns nach Bethlehem gehen“, wo Christus unser Heiland zu finden ist.

Im Namen der IKBG/ICN wünsche ich Ihnen eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Christfest und ein gnadenreiches und erfülltes Jahr 2019!

Ihr 
P. Ulrich Rüß, 
Präsident der IKBG

Sonntag, 5. August 2018

Das Evangelium und die Juden
Die IKBG lobt Beitrag des emeritierten Papstes
 
Zur Stellungnahme des emeritierten Papstes Benedikt XVI. über das Verhältnis der Katholischen Kirche zum Judentum (Gnade und Berufung ohne Reue):
 
Eine ermutigende Klarstellung! Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN) begrüßt mit großer Dankbarkeit die neueste Stellungnahme des emeritierten Papstes Benedikt XVI. über das Verhältnis der Katholischen Kirche zum Judentum. (siehe PDF im Anhang: Gnade und Berufung ohne Reue) Sie sieht in ihr ein auch für die evangelischen Kirchen und die ganze Ökumene höchst bedeutsames Dokument. Denn sie lädt Christen und Juden zu einem Dialog ein, der sich der Wahrheit Alten und Neuen Testaments verpflichtet weiß: Benedikt bestätigt einerseits die jüdische Auffassung, dass Gott den einzigartigen Bund mit Israel nie aufgekündigt hat. Zugleich bekräftigt er die Überzeugung Jesu und der Apostel, dass Gott durch Kreuz und Auferstehung Jesu einen universalen Bund mit der ganzen Menschheit eröffnet hat. Dieser neue Bund Gottes mit den Menschen steht sowohl dem Bundesvolk  der Juden offen als auch allen Menschen in allen Völkern der Erde! Benedikt hat zu Recht hervorgehoben, dass die allumfassende Erlösung durch Jesus Christus speziell auch das Bundesvolk der Juden mit seinen Verheißungen einschließt. Wir bedauern, dass in der Presse die von Benedikt betonte Botschaft der universalen Liebe Gottes zum Teil in einem antijüdischen Sinne missverstanden und angegriffen wurde.   

Zum Israelsonntag, dem 10. Sonntag nach Trinitatis (5. August 2018) Pastor Ulrich Rüß (Präsident) und der Vorstand Pfarrer Dr. Werner Neuer (Vorsitzender der Theologischen Kommission)

Anhang: Joseph Ratzinger - Benedikt XVI - Gnade und Berufung ohne Reue in IKaZ47 2018 (PDF - 4,8 MB)

Sonntag, 17. Dezember 2017

Jesu Geburt – Freude ohne Ende!

Die freudigste Botschaft seit Bestehen der Welt ist die Botschaft des Engels an die Hirten bei Bethlehem:

Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

Jesu Geburt – Freude ohne Ende.

Wieso? Gott wurde in Jesus für uns Mensch, um uns zu erlösen von aller Macht des Bösen, der Schuld und des Todes. Deshalb starb er als Heiland für uns den Tod am Kreuz. Damit ist für uns der Himmel offen in der Gemeinschaft mit Gott und den Engeln. Unendliche Liebe.

Wunder aller Wunder. Der Gottessohn und Erlöser unscheinbar in der Krippe,  der Gekreuzigte und von den Toten Auferstandene, der in den Himmel Erhöhte, Herrscher und Richter. Unsere Vernunft kann das nicht fassen. Aber wenn wir uns die Botschaft des Verkündigungsengels persönlich sagen lassen, erahnen und erleben wir wahre Lebensfreude mit der Geburt Jesu, Freude ohne Ende.

In einigen Strophen des Weihnachtsliedes von Christian Fürchtegott Gellert (1757) findet sie ihre Sprache.

Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an und er ermisst, dass Gottes Lieb unendlich ist.“

„Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil.

„Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich Gott, Messias bet ich an.“

In diesem Geist und Sinn wünsche ich Ihnen ein von dieser unendlichen Christus- und Lebensfreude bestimmtes Christfest und neues Jahr 2018!

Pastor Ulrich Rüß, Präsident der IKBG

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Ehe für alle im Widerspruch zum Wort Gottes mit Zustimmung der EKD

Der Bundestag verabschiedete das Gesetz  der „Ehe für alle“. Seit dem 1. Oktober 2017 sind homosexuelle Paare heterosexuellen Paaren, einschließlich der Möglichkeit der Adoption, gleichgestellt. Man begründete die Entscheidung mit „geänderter gesellschaftlichen Wirklichkeit“ Die katholische Kirche kritisierte diese Entscheidung und verwies zu Recht auf die bleibende Schöpfungsordnung und das biblische Zeugnis, das die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Die EKD-Leitung stimmt dem Beschluss mehr oder weniger zu und spricht vage und ohne biblische Begründung von Werten wie Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortung. Die Argumente sind quasi identisch mit den Grünen, der SPD und Linkspartei. Einmal mehr zeigt sich das Unvermögen der EKD und der meisten evangelischer Leitungsgremien, eine ethische Position zu setzen, die theologisch von Bibel und Bekenntnis geleitet dem Mainstream widerspricht. Wozu aber Kirche, wenn sie beliebig ist und sich als Verstärker der öffentlichen Meinung gibt? Wo bleibt das Erbe der Reformation, das sola scriptura, allein die Schrift?  (Matth 19,4f und Röm 1) „Ehe für alle“ widerspricht dem biblisch ethischen Befund. Die evangelische Kirche sollte den Mut haben, sich verstärkt zum Anwalt für Ehe und Familie zu machen.

Pastor Ulrich Rüß

Montag, 8. Mai 2017

E I N L A DU N G

VII. ÖKUMENISCHER BEKENNTNISKONGRESS DER IKBG/ICN

6. – 7. OKTOBER 2017  IM AUGUSTINERKLOSTER ZU ERFURT

DIE REFORMATION ALS GRUNDLAGE EINER EVANGELISCHEN  KATHOLIZITÄT

Hier können Sie sich den Programm-Flyer herunterladen.

Programm-Flyer - (pdf - 1,2 MB)

Hier können Sie sich das Anmeldeformular herunterladen.

Anmeldeformular - (pdf - 0,6 MB)

Donnerstag, 13. April 2017

OSTERN – EIN SIEG FÜR DIE EWIGKEIT –WAHRE LEBENSFREUDE

Der Tod konnte Jesus nicht gefangen halten. Das Grab war leer. Seit der Auferstehung Jesu begrüßen Christen sich zu Ostern mit den Worten „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.“ Der Gekreuzigte und Auferstandene hat für uns den Tod besiegt. Ein Sieg für unser ewiges Leben. Wir haben Grund zu wahrer Lebensfreude!

Die Bedeutung seiner Kreuzigung und Auferstehung wird uns im Kleinen Katechismus von Martin Luther im 2. Hauptstück in einzigartiger Weise bezeugt.

Mit Luther bekennen wir von Jesus: „.. der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden , vom Tode und der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben, damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm leben und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit Das ist gewisslich wahr.“

In  jeder Feier des Heiligen Abendmahles haben wir die besondere Begegnung und Gemeinschaft mit dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Ganz persönlich gilt: Christi Leib für dich gegeben, Christi Blut für dich vergossen.

DAS HEILIGE ABENDMAHL- QUELLE DER FREUDE UND KRAFT

Gründonnerstag – Tag der Einsetzung des Heiligen Abendmahls - wird auch Geburtstag des Kelches genannt.

Es lohnt, sich der Bedeutung des Heiligen Abendmahles zu vergewissern. Schließlich ist es von Christus eingesetzt mit der Aufforderung dieses zu seinem Gedächtnis zu feiern.

In der alten Kirche wurde es mindestens an jedem Sonntag im Gottesdienst begangen. In der Ev. Kirche bildet es heute leider eher die Ausnahme, üblicherweise einmal im Monat.

Im Heiligen Abendmahl ist der Gekreuzigte und Auferstandene wirklich gegenwärtig. Wir haben Gemeinschaft mit ihm, nehmen in auf in den Gaben von Brot und Wein, werden mit Christus eins. Uns wird zugeeignet, was seine Kreuzigung und Auferstehung für uns bewirkt haben, nämlich Vergebung, Gnade und der Zuspruch des ewigen Lebens. Durch diese besondere Gemeinschaft (Kommunion) mit Christus wird das Heilige Abendmahl auch „Heilmittel des ewigen Lebens“ genannt.

Daher ist das Herrenmahl. Wie es auch genannt wird, eine Quelle der Freude und Kraft. Der regelmäßige Empfang des Abendmahls weckt und stärkt den Glauben. Dieser Glaube kommt aus der Anbetung und führt zur Anbetung.

Eine Beobachtung: Überall dort, wo Gemeinden sonntäglich des Abendmahl feiern, ist der Gottesdienstbesuch überdurchschnittlich gut.

Es entspricht der Bedeutung des Heiligen Abendmahles, es an jedem Sonntag zu feiern und ihm so den Stellenwert zu geben, wie er dem Stifter (Christus) entspricht. Das wäre eine wesentlicher Impuls für die Vertiefung evangelischer Gottesdienstpraxis, eine Förderung und Stärkung des Glaubens, eine neue Dimension der persönlichen Begegnung mit dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Und so bekennen wir dieses Geheimnis des Glaubens:  „Deinen Tod, o Herr, verkündigen wir und deine Auferstehung preisen wir bis du kommst in Herrlichkeit.“

Pastor Ulrich Rüß

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