Aktuelles

Freitag, 23. Dezember 2016

TROST DER WEIHNACHTSBOTSCHAFT

In bedrückenden Zeiten

Können wir Weihnachten feiern in diesen Zeiten der Kriege, des Terrors, der Ängste und unsäglichen Verbrechen, von denen wir täglich hören?

Wenn uns eins trösten kann in diesen bedrückenden Zeiten, dann ist das die Botschaft von Weihnachten, die Botschaft der Engel von Bethlehem: „Siehe, ich verkündige euch große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

In unsere Sorgen und Ängste um die Zukunft kommt die Verkündigung der Himmelsfreude gerade recht.
Gott will diese Welt durch Jesus erlösen und retten. Nicht mit Gewalt und Macht, sondern mit hingebungsvoller Liebe bis hin zum Kreuz. Gegen alle Feindschaft, Hass, Verbrechen und menschenfeindliche Aktionen. 

Sein Reich ist nicht von dieser Welt, aber von jener Welt, in der es kein Leid, keinen Terror, keinen Tod mehr gibt. Es geht durchs Kreuz zur Auferstehung, zum ewigen Leben. Das Kind in der Krippe steht für Rettung und Erlösung. Die Freude liegt in dem, was Gott uns mit Jesus schenkt. Gerade in bedrückenden Zeiten leuchtet hier das Licht der Hoffnung und Freude. Er, der wahre Trost.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein erfülltes, trostreiches und Freude erfülltes Christ fest.

P. Ulrich Rüß, Präsident der IKBG

 

Donnerstag, 15. Dezember 2016

ERKENNEN UND LIEBEN IN DER GEGENWART GOTTES
Festschrift für Werner Neuer

Herausgeben von Stefan Felber

Zum 65, Geburtstag unseres Vorsitzenden der Theologischen Kommission, Pfarrer Dr. Werner Neuer, ist dieses Buch erschienen. Dieses Buch verdient höchste Beachtung. 25 namhafte Persönlichkeiten aus Theologie, Kirche und Philosophie geben mit ihren Beiträgen interessante, geistlich wertvolle Aspekte zu einer Theologie, die sich sowohl dem Ringen um die Gültigkeit von Schrift und Bekenntnis als auch dem Eintreten für eine Bekenntnisökumene verpflichtet weiß.

So enthält das Buch auch einen Beitrag des Vorsitzenden der (kath.) Österreichischen Bischofskonferenz , Kardinal Christoph Schönborn (Wien).

Werner Neuer war von 2000 bis November 2016 Dozent für Dogmatik und Ethik am Theologischen Seminar St. Chrischona, Von ihm heißt es: „Im internationalen Maßstab war er wohl der mit Abstand bekannteste Dozent.“

Ich empfehle nachhaltig und gerne dieses Buch, gerade auch zum Christfest.

Sehenswert auch der Hinweis des Herausgebers Stefan Felber:

https://www.stefan-felber.ch/festschrift-fuer-dr-werner-neuer

Zu beziehen unter lit-verlag.de/isbn/ 3-643-80227-9 für 39,-€

Die IKBG gewährt einen Vorzugspreis von 30,-€  über das sekretariat@ikbg.net

Ich wünsche Ihnen Freude an der Orientierung und Stärkung gebenden Lektüre dieses Buches.

P. Ulrich Rüß, Präsident der IKBG

 

Mittwoch, 8. Juni 2016

Die Frauenordination ist kein Credo reformatorischer Kirchen

Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) und die Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland (KBG) erwarten Respekt und Achtung für die Entscheidung der Synode der Ev.-Luth.  Kirche in Lettland vom 3. Juni 2016, die mit mehr als ¾ Mehrheit für die Abschaffung der Frauenordination in der Verfassung gestimmt hat. Seit 1993 ist sie dort nicht mehr praktiziert worden. Bei ihrer Entscheidung hat sich die Synode bewusst von Texten der Heiligen Schrift leiten lassen und dem enormen Druck des Zeitgeistes und der Genderideologie widerstanden. Dabei versuchten Vertreter anderer Lutherischer Kirchen, z. B. die Nordkirche, das Wahlergebnis zu beeinflussen. mit dem Hinweis, dass die Frauenordination „unverzichtbarer Bestandteil der reformatorischen Kirche“ sei. Die Frauenordination hat jedoch in der Lutherischen Kirche keinen Bekenntnisrang, ist kein Credo der reformatorischen Kirche, wie man weltweit an anderen Lutherischen Kirchen sehen kann, wie auch bei der Selbständigen Ev.- Luth. Kirche in Deutschland (SELK). Sie ist auch erst in den letzten Jahrzehnten gegen Widerstände eingeführt worden.

Unabhängig von der Frauenordination halten alle Kirchen an der gleichen Würde von Mann und Frau vor Christus fest. Wir sehen mit Sorge, dass in lutherischen Kirchen in Deutschland junge Theologen nicht in den Pfarrdienst übernommen werden, wenn sie sich aus Gewissensgründen kritisch zur Frauenordination äußern, das Bezweifeln elementarer Glaubensgrundlagen hingegen kein Ordinationshindernis ist. In einer innerlutherischen Ökumene muss auch Platz sein für Pfarrer, die die Frauenordination kritisch sehen.

Die Entscheidung der Synode von Lettland ist auch aus Gründen des Demokratieverständnisses und der Toleranz, auf die gerade liberale Theologen sich so vehement berufen, zu würdigen und zu respektieren.

Sowohl die orthodoxen Kirchen als auch die kath. Kirche, damit die Mehrheit der Kirchen weltweit, lehnen die Frauenordination ebenfalls mit der Berufung auf die Bibel ab.

P. Ulrich Rüß, Präsident der IKBG und Vorsitzender der KBG

 

Dienstag, 10. Mai 2016

Veni Sancte Spiritus – Komm Heiliger Geist!

Unsere Kirche ist in einer Glaubenskrise, dazu kommt sie ihrem Grundauftrag der Verkündigung des Evangeliums in der Welt, einer Neuevangelisierung in unserem Land nur unzureichend nach. Das Wort Gottes hat seine normativ verbindliche Autorität als „norma normans“ verloren und wird unter die Exegese des gesellschaftspolitischen Zeitgeistes gestellt. Die Synodenbeschlüsse zur Trauung homosexueller Paare, die bibelferne Genderideologie, die Realtivierung und Infragestellung elementarer Glaubenswahrheiten wie der Sühnetod Jesu, die leibhafte Auferstehung  und anderer Inhalte des christlichen Glaubensbekenntnisses von leitenden Verantwortungsträgern der Ev. Kirche offenbaren eine tiefe Bekenntniskrise. Es bedarf dringend einer Erneuerung der Kirche durch den Heiligen Geist. Er ist es, der den Christusglauben weckt und stärkt. Er ist es, der dem Glaubensverlust ein Ende macht. Er steht gegen die Säkularisierung der Kirche, gegen die Abhängigkeit vom Zeitgeist und fördert ihre Entweltlichung. „Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes!“mahnt der Apostel Paulus die Gemeinde zu Rom (Rö 12,2) Die Kirche Jesu Christi soll in der Welt, aber nicht von der Welt sein. „Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.“ sagt Jesus.

Kirche ist Welt – aber Welt nach dem Maßstab Gottes

Die Verweltlichung der Kirche lässt eine Kirche zu, die sich bestimmen lässt von organisatorischen, scheinbar demokratisch strukturierten Organisationen und Gremien, die mehr Geld hat als Gottesdienstbesucher hat , die viel Aktivität und sozialpolitisches Engagement ausweist, ohne Menschen primär in die Nachfolge Jesu zu rufen, bzw. die Verkündigung des Evangeliums als ihre Hauptaufgabe sieht.

Die reich ausgestatteten kirchlichen Organisationen verdecken aber, dass Kirche Jesus Christi letztlich ein Organismus ist, ein Leib, der Leib des Auferstandenen und nicht eine (demokratische ) Struktur! Die Kirchen in Deutschland pflegen die Nähe zu Parteien (linksliberalen) und den Staat und begeben sich in eine Abhängigkeit von diesen.

Eine Kirche nach dem Maßstab Gottes ist keine wie auch immer geartete „Quasi-Staatskirche“, sondern eine „entweltliche“ Glaubenskirche, die ihrem Grundauftrag der Verkündigung des Evangeliums verstärkt nachkommt, die sich leiten lässt von Gottes Wort in der Nachfolge Jesu. Um diese erneuerte Kirche wollen wir beten und Gott, den Heiligen Geist anrufen (EG 137). Ihnen gesegnete, geistreiche Pfingsten!

O komm, du Geist der Wahrheit und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und schein. Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, dass jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.“.

O du, den unser größter Regent uns zugesagt: komm zu uns werter Tröster, und mach uns unverzagt. Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit.“

Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als je, darum musst du uns rüsten mit Waffen aus der Höh. Du musst uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu und musst uns ganz befreien von aller Menchenscheu.

Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trotz aller Feinde toben, trotz allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium.

Du Heilger Geist bereite ein Pfingstfest nah und fern, mit deiner Kraft begleite das Zeugnis von dem Herrn. O öffne du die Herzen der Welt und uns den Mund, dass wir in Freud und Schmerzen das Heil ihr machen kund.

Pastor Ulrich Rüß
 

Mittwoch, 10. Februar 2016

SALZBURGER  ERKLÄRUNG -  von kirchenhistorischer Bedeutung
jetzt auch in englischer Sprache

Die Salzburger Erklärung wurde von den Kongressteilnehmern des VI. Ökumenischen Bekenntniskongresses der IKBG am 6. September 2015 in Salzburg ohne Gegenstimme verabschiedet. Dieses Dokument hat als theologische Wegweisung ein nie zu erwartendes ökumenisches und internationales Echo bekommen. Kardinäle, Bischöfe unterschiedlicher Konfession, Leiter der Bekennenden Gemeinschaften und der Ev. Allianz, Professoren, Dozenten, Pfarrer und viele weitere Persönlichkeiten sind unter den Erstunterzeichnern zu finden. Inhaltlich geht es um die heutige Bedrohung der menschlichen Geschöpflichkeit und ihre Überwindung. Abtreibung, Umgang mit Embryonen, aktive Sterbehilfe und die Gender-Ideologie werden thematisiert. Mit der englische Version kann die Salzburger Erklärung auch im englischsprachigen Raum Gehör und Verbreitung finden.
Die Salzburger Erklärung  können Sie als Originalfassung, als Kurzfassung und in englischer Sprache herunterladen.

Hier können Sie sich die „Salzburger Erklärung“ herunterladen.

Die Salzburger Erklärung (Kurzfassung) - (pdf - 202 KB)

Die Salzburger Erklärung (Originalfassung) - (pdf - 347 KB)

Die Salzburger Erklärung (in englischer Sprache) - (pdf - 448 KB)

Die Salzburger Erklärung kann auch gegen eine Spende als Druck im Sekretariat bestellt werden.

Hier können Sie sich die Zustimmung zur „Salzburger Erklärung“ herunterladen.

Zustimmung zur Salzburger Erklärung - (pdf - 539 KB)

 

E-Mail: sekretariat@ikbg.net

Postadresse:

Postfach 1203
17162 Teterow

 

Mittwoch, 23. Dezember 2015

CHRISTFEST 2015

Üblicherweise verschicke ich zum Christfest außer E-Mails auch Weihnachtskarten. Ich wollte vor einer Woche Weihnachtskarten mit einem christlichen Weihnachtsmotiv kaufen. Die waren kaum zu bekommen, obwohl ich in vielen Geschäften und Apotheken (Unicef-Karten) danach fragte. Anstatt weihnachtlich-christlicher Motive gab es andere: Schneeflocken, Weihnachtsmann, Weihnachtsmärkte, Schneekristalle, Tannenbaummotive in vielen Variationen, Kinderspielzeug, Schneelandschaften, Rehe und Elche usw. usw. Das war in der Vergangenheit nicht so. Erleben wir hier nicht auch einen deutlichen Indikator der Entchristlichung? Wird da Rücksicht genommen auf die Atheisten? Ich befürchte, dass man den Muslimen eher entsprechen möchte. Übrigens konnte ich auch keine selbstklebende Briefmarke mit christlichem Weihnachtsmotiv bekommen. Das war in der Vergangenheit ebenfalls anders.

Ergo: Weihnachten ist und wird zunehmend entleert und seiner Bedeutung beraubt. Es wird m.E. auch seitens der Kirche zu wenig getan, dies zu ändern. In den Weihnachtspredigten wird es viel zu oft mehr um die Flüchtlingsproblematik und die entsprechenden moralischen Appelle gehen. Dass mit Jesus der Heiland und Retter geboren ist, der in hingebungsvoller Liebe die Menschen von Schuld, Leid und Tod befreit, kommt weniger vor. Dabei ist dies die Kernbotschaft des Christfestes.

Ich will aber nicht nur negative Entwicklungen aufzeigen, sondern vor allem ermutigen, die beste und freudigste Botschaft des Himmels für sich neu zu entdecken. Euch – und das ist persönlich gemeint – ist heute der Heiland geboren. So der „Nachrichtendienst“ des Himmels. „So lass mich doch dein Kripplein sein, komm komm und lege bei mir ein dich und all deine Freuden“ singen wir mit Paul Gerhardt.

Apropos Gesang: Singen wir die Weihnachtslieder aus dem Gesangbuch, wird uns die Bedeutung des Christfestes neu erschlossen und wir erkennen, welche „Freude der Vater im Himmel uns macht“ und wie  unfassbar reich wir beschenkt worden sind. Das ist zum Feiern!

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein freudiges, christuszentriertes Fest. Wir sind gut dran.

Herzlich grüßt
Ulrich Rüß,  Präsident der IKBG


 

Dienstag, 8. September 2015

DER VI. ÖKUMENISCHE BEKENNTNISKORGRESS IN SALZBURG STÄRKTE DIE BEKENNTNISÖKUMENE

Vom 3. - 6. September 2015 fand in Salzburg der VI. Ökumenische Bekenntniskongress statt. Er stand unter dem Thema:

Gottes gute Schöpfung und ihre Bedrohung durch legales Töten und die Gender-Ideologie

Am Anfang war  das Staunen über das wunderbare, großartige Schöpfungswerk Gottes, das Grund zum Loben und Danken ist. Dieser unüberbietbar herrlichen Schöpfung Gottes tritt die Bedrohung der menschlichen Geschöpflichkeit entgegen, die dem Schöpferwillen Gottes widerspricht. Nicht nur Umwelt und Natur sind bedroht, sondern der Mensch selbst, wenn er entgegen den Schöpfungsordnungen Gottes lebt. (Siehe Abtreibung, aktive Sterbehilfe- Euthanasie und die Gender-Ideologie)

Prominente Referenten von Kirchenvertretern und Wissenschaft führten vertieften in beeindruckender Vielfalt den Kongressteilnehmern die Dimension der Bedrohung des Menschen. Neben Geistlichen der Evangelischen Kirchen aus vielen Ländern waren der katholische Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun, der Bischof der anglikanisch-katholischen Kirche Dr. Frederik Haas, der Bischof der syrisch-orthodoxen Kirche Dr. Hanna Aydin und zwei Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche, Pfarrer Alexander Vasyutin und Pfarrer Obukhov, Vertreter des Patriarchen aus Moskau, zeitweise auch der Erzbischof von Salzburg, der auch ein persönliches Grußwort an die Kongressteilnehmer richtete.

Grußworte gab es u.a. auch vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, vom Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Bedford-Strom, von Bischof Anba Damian und Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer.

Am Ende des Kongresses wurde Die Salzburger Erklärung ohne Gegenstimme verabschiedet.

Der syrisch-orthodoxe Bischof, Dr. Hanna Aydin betonte, dass nicht nur die syrisch-orthodoxe Kirche, sondern alle altorientalischen Kirchen dieser „Salzburger Erklärung“ zustimmten.

Ebenso unterstrich Bischof Dr. Frederick Haas (FSO), dass er im Namen der Anglican Episcopal Church of Chile, mit ihren weltweiten Diözesen, die „Salzburger Erklärung“ bejahe und unterzeichne.

Das ist von herausragender Bedeutung, weil hier nicht nur einzelne Personen und Kirchenvertreter „Salzburger Erklärung“ unterzeichnen, sondern auch Kirchen in ihrer Gesamtheit.

Insgesamt war beeindruckend und ein Erlebnis, auf diesem Kongress die Einmütigkeit und Einheit der Kirche in einer elementaren Bekenntnisfrage zu erleben.

Pastor Ulrich Rüß, Präsident der IKBG/ICN

 

Hier können Sie sich die „Salzburger Erklärung“ herunterladen.

Die Salzburger Erklärung (Kurzfassung) - (pdf - 202 KB)

Die Salzburger Erklärung (Langfassung) - (pdf - 347 KB)

 

Hier können Sie sich die Zustimmung zur „Salzburger Erklärung“ herunterladen.

Zustimmung zur Salzburger Erklärung - (pdf - 539 KB)

Für die digitale Einreichung laden Sie das Formular herunter und füllen es direkt im Adobe Reader aus (bitte nicht im Browser ausfüllen, da hier die eingegebenen Daten nicht mitgespeichert werden).  Anschließend speichern Sie das Formular ab und senden es an folgende E-Mail Adresse:

E-Mail: sekretariat@ikbg.net

 

 

Dienstag, 11. August 2015

Künftiger Chef des Luth. Kirchenamtes in der Kritik

Aufruf, sich öffentlich zu distanzieren von der Bestreitung der
Grundaussage des Evangeliums, „dass Christus für uns gestorben
ist und wir durch sein Blut erlöst sind.“

Download/lesen ( pdf – 64 KB )

 

Montag, 3. August 2015

Bischof auf Abwegen

Die Mitwirkung des EKD-Ratsvorsitzenden und bayerischen Landesbischofs, Heinrich Bedford-Strohm ,  im Kuratorium eines Islamzentrums ist für gläubige Christen eine Zumutung und nicht hinnehmbar. Mit dem Ziel, „Muslimen bei der Ausübung ihrer Religion behilflich zu sein“ auf der Grundlage des moslemischen Glaubensbekenntnisses, „es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammad ist sein Gesandter (Prophet)“, steht das Islamzentrum im fundamentalen Widerspruch zum christlichen Glaubensbekenntnis. Auch der moderat sich gebende Islam bekämpft und leugnet Christus als Gottessohn, Heiland und Erlöser, bestreitet das Evangelium.

Heinrich Bedford-Strohm lässt sich als „Islamversteher“ in bester Absicht, ein friedliches Miteinander zwischen Christen und Muslimen zu fördern,  von den Moslems instrumentalisieren, will Helfer zur guten moslemischen Glaubenspraxis sein. Das wirkt nicht nur naiv. Er handelt damit offenkundig gegen das 1. Gebot („Ich bin der Herr. dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir“) und stellt sich gegen die eindeutigen Aussagen christlicher Glaubensgrundlagen  von Schrift und Bekenntnis, wirbt ungewollt (?) für eine Form des Islam. Damit vertritt er die Relativierung der Wahrheit Christi („Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.“  Joh.14,6) und befördert religiöse Verwirrung und die Gefahr der Religionsvermischung. Das ist unvereinbar mit dem Bischofsamt.

Die Konferenz Bekennender Gemeinschaften protestiert gegen die Mitwirkung des Ratsvorsitzenden und bayerischen Bischofs Heinrich-Bedford Strohm im Islamzentrum auf schärfste. Sie sieht das Bischofsamt beschädigt und diskreditiert. In einer Zeit der Säkularisierung des Glaubens, der Herausforderung und Bedrohung durch den Islam, in einer Zeit, wo Zigtausende die Kirche verlassen, brauchen wir einen Bischof, der mit allen seinen Möglichkeiten die Seinen zusammenhütet, nicht einen, der denen dient, die das Christliche in Frage stellen.

Ein Ja zum selbstbewussten, aber auch kritischen Dialog mit dem Islam ist gerade auch angesichts der bedrohten Lage der Christen in islamisch geprägten Staaten und durch den islamistischen Terror ebenso geboten, wie ein Nein zur Aufgabe eigener christlicher Identität und Indienstnahme einer anderen Religion! Daher fordern wir Bischof Bedford-Strohm auf,  die Mitwirkung beim Islamischen Zentrum um des Evangeliums willen aufzukündigen.

Wir fordern die Bayerische Landessynode auf, sich von der Haltung des Bischofs in dieser Frage zu distanzieren. Dasselbe erwarten wir auch vom Rat der EKD.

Pastor Ulrich Rüß
Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland (KBG)

 

Sonntag, 7. Juni 2015

HOMO-EHE, EHE FÜR ALLE
KENNZEICHNET VERLUST CHRISTLICH-ETHISCHER NORM

Mit der irischen Volksabstimmung für die Ehe unter Gleichgeschlechtlichen („Homo-Ehe“) fordern starke Lobbygruppen, durch Medien nachhaltig unterstützt, auch in Deutschland die völlige Gleichstellung mit der Ehe-.„Ehe für alle“ heißt es. Die Homo-Ehe wird als zivilgesellschaftlicher Fortschritt angesehen undAndersdenkende gern als rückständig und homophob bezeichnet. Dabei wird übersehen, dass mit Ausnahme des Westens die Homo-Ehe und die Forderung „Ehe für alle“ in den anderen Teilen der Welt als unnatürlich und dekadent betrachtet werden.

Nach christlichem Eheverständnis ist die Ehe eine auf lebenslang angelegte Bindung von Mann und Frau, mit dem Ziel der Familie, der Gemeinschaft von Vater, Mutter, Kind(ern). Sie ist in dieser Weise  unter  allen anderen Lebensformen herausgehoben und die Keimzelle der Gesellschaft. Wer dies aufgibt oder relativiert, gibt eine wesentliche Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens auf.

Der gegenwärtige Meinungsstrom und die meisten Parteien unterstützen das Bestreben, homosexuelle verbindliche  Partnerschaften der Ehe gleichzusetzen; forciert auch durch die Ideologie des Genderismus. Die Bibel und das christliche Bekenntnis sind jedoch inhaltlich gegen eine Homo-Ehe und die Gleichmacherei aller Lebensformen. Dennoch spricht sich der Ratsvorsitzende, Bischof Bedford Strohm, für die Homo-Ehe aus und begründet das mit der „Goldenen Regel“: „Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun, das tut ihnen auch.“

Wer christliche, biblisch-ethische Wertevorstellungen deutlich vertritt, findet bei leitenden Verantwortungsträgern der Evangelischen Kirche wenig Unterstützung. Dem Zeitgeist angepasstes Christentum. Dieser Verlust christlich-biblischer Norm der Ethik wird  von der katholischen und der orthodoxen Kirche nicht geteilt werden. Das Bejahen von Homo-Ehe uns Ehe für alle, das Bejahen von Gender-Mainstreaming seitens der Ev. Kirche behindert und gefährdet die Einheit der Christen (Ökumene) und  vertieft die Trennung.

Dabei stellt sich die Frage nach der Grundlage christlicher Ethik. Wird sie bestimmt durch Schrift und Bekenntnis oder durch Mehrheiten, geleitet durch den jeweiligen Zeitgeist? Christen müssen den Mut haben, mit ihrer christlichen Ethik in dieser Zeit eine Minderheit zu repräsentieren. Demokratie und Volksabstimmungen sind niemals Schlüssel und Interpret göttlicher Wahrheit und christlicher Ethik.

Wenn wir die Homo-Ehe und die „Ehe für alle“ bejahen würden, müssten wir die 10 Gebote gegen ihr Selbstverständnis anders interpretieren, z. B. das 4. Gebot „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ und das 6. Gebot „Du sollst nicht ehebrechen!“

Lassen wir uns als bekennende Christen nicht überrollen und entmutigen, sondern mutig und offen widersprechen und „Flagge zeigen“. Treten wir verstärkt ein für die besondere Stellung von Ehe und Familie!

Ulrich Rüß

Dienstag, 17. März 2015

E I N L A D U N G

VI. ÖKUMENISCHER BEKENNTNISKONGRESS(IKBG/ICN)
Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften

vom   3. – 6. September 2015 in Salzburg

DIE GUTE SCHÖPFUNG GOTTES UND IHRE BEDROHUNG
DURCH LEGALES TÖTEN UND DIE GENDER-IDEOLOGIE




Dieses Kongressthema ist hochaktuell. Wie herrlich ist die gute Schöpfung Gottes! Sie ist jedoch überall bedroht, wo sich der Mensch zum Herrn über Leben und Tod macht: beim Umgang mit Embryonen, dem Lebensrecht von Kindern mit Behinderungen, bei der Abtreibungspraxis, der aktiven Sterbehilfe und der Beihilfe zum Suizid.

Im Widerspruch zum christlichen Menschenbild und Gottes Schöpfung steht auch die Genderideologie, nach der jeder Mensch sein Geschlecht selbst bestimmt. Alle Menschen sind demnach gleich, nicht nur gleichberechtigt. Die besondere Stellung von Ehe und Familie wird aufgehoben. Die
Genderideologie ist quasi ein Umerziehungsprogramm der Gesellschaft. Diese Ideologie findet sich in staatlichen Einrichtungen und Gesetzesvorhaben. Damit wird auch die Kirche von innen gefährdet.

Daher sollten sich Christen aus allen Kirchen zusammentun, um den Gefahren durch das legale Töten und der
Genderideologie entschieden entgegen zu treten.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zu diesem wichtigen Thema in die wunderschöne Stadt Salzburg!

Das Programm des VI. Ökumenischen Bekenntniskongresses und nähere Informationen über Tagungsstätte und Referenten finden Sie hier:
Flyer (860 KB)

Formular zur Anmeldung zum VI. Ökumenischen Bekenntniskongress:
Anmeldung (600 KB)



Freitag, 13. März 2015

MENSCHENRECHT AUF TÖTEN UNGEBORENER KINDER IST GOTTLOS

ADie Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften distanziert sich von dem Beschluss des EU-Parlaments, die Abtreibung  als Menschenrecht zu erklären. Damit billigt man pauschal das Töten ungeborener Kinder. Diese Form von Tötungslizenz steht im Widerspruch zum Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit,  zur Menschenwürde, zu humanen und christlichen Werten, steht eindeutig gegen das 5. Gebot „Du sollst nicht töten“, ist bibel- und bekenntniswidrig und mithin gottlos.
Hier vollzieht sich unter dem Anspruch der Emanzipation der Frau, eine todbringende und die Tötung ungeborener Kinder nicht nur rechtfertigende, sondern Recht einräumende „Freiheitsbewegung“, eine nicht hinzunehmende Tötungsmoral .
 Der Mensch macht sich zum Herrn über Leben und Tod, Gott wird als der Herr des Lebens gleichsam kaltgestellt und entthront zugunsten eigener Lebensentwürfe und Freiheitsverständnisse. Somit wird das Töten ungeborener Menschen, das Unmenschliche zum Recht, auf das jeder Anspruch hat.
Wie verhält sich dieser Beschluss zur ansonsten eingeforderten Rechtstaatlichkeit ? Wo sind wir hingekommen, wenn großes Unrecht zum Menschenrecht  erklärt wird? Geistlich, geistig und juristisch wirkt das absurd und dekadent.
 Ein Europa, das derartige Beschlüsse fasst, verliert den ethisch-menschlichen Kompass, die christlichen und humanen Werte, stellt den Rechtsstaat in Frage.
 Alle Christen sind aufgerufen, verstärkt  für das Lebensrecht Ungeborener einzutreten und dem Beschluss des EU-Parlamentes zu widersprechen.

Ulrich Rüß, Pastor
Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN)

Sonntag, 1. Februar 2015

Ohne Islam kein Islamismus, kein Islamischer Staat, kein „Boko Haram“, keine Taliban, keine dschihadistischen Terroristen


Auf die islamistischen Terroranschläge gab es die üblichen Reflexe. Muslime betonen, das habe mit dem wahren Islam nichts zu tun, der Islam sei eine Religion des Friedens. Parteipolitiker, sogar der Innenminister und der Justizminister und Vertreter der Kirche. erklären, das alles habe mit dem Islam nichts zu tun. Angesichts der weltweiten Wirklichkeit durch islamistische, barbarische  Gewaltherrschaft, der Verhinderung von Religionsfreiheit und Verfolgung von Christen in fast allen islamisch geprägten Staaten muss hier widersprochen werden.

Es gehört zur intellektuellen Redlichkeit, feststellen zu müssen: Ohne Islam kein Islamismus, kein Islamischer Staat, kein „Boko Haram“, keine Taliban, keine Terror ausübenden Dschihadisten, die ein Blutbad im Namen Allahs  anrichten mit dem islamischen Glaubenskenntnis auf den Lippen und der Kalaschnikow in den Händen. Diese Schrecken und Angst verbreitende Form ist unzweifelhaft eine Spielart des Islam. Auch sie speist sich aus dem Koran und theologischer Anleitung aus der Moschee. Auch die Benachteiligung und Verfolgung von Christen in islamisch geprägten Ländern und die Verweigerung von Religionsfreiheit  gehören dazu. Dieses festzustellen hat mit Rassismus, Fremdenhass genauso wenig zu tun, wie die Behauptung, man wolle alle Muslime unter  Generalverdacht   stellen.

Alle nichtislamistischen Muslime und Imame müssen sich fragen lassen, warum ihre Religion so viel Gewalt, Angst und Schrecken verbreitet, so vieles hervorbringt, was dem vermeintlich „wahren Islam“ widerspricht, warum Menschen unter Berufung auf den Koran und den Propheten Mohamed morden. Hier sind die friedfertigen Muslime und die geistlichen Leiter des Islam stärker als bisher gefordert, demonstrativ, nachhaltig und aktiv sich von der Terror und Gewalt verbreitenden Spielart des Islam zu distanzieren, Religionsfreiheit in Geltung zu bringen!

Warum bekennende Christen nicht Charlie sind

Charlie steht für ein Satiremagazin, das regelmäßig das, was den Religionen heilig ist, mit Spott und Häme versieht, Blasphemie betreibt. Dies kann niemals Terror und Gewalt rechtfertigen! Dennoch wird man sich fragen müssen, inwieweit hier Presse- und Meinungsfreiheit ihre Grenzen überschreiten. Wenn Blasphemie Ausdruck von Freiheit sein soll, stellt sich die Frage nach einer Freiheitsethik. Ist eine Freiheit ethisch vertretbar, die ganz bewusst die religiösen Gefühle von Gläubigen verletzt, das was ihnen heilig ist? Wie steht es um deren Würde? Wenn die Würde des Menschen nach unserem Grundgesetz unantastbar ist, sollte sich auch das Freiheitsverständnis in Verantwortung daran messen lassen. Freiheit har ihre Grenze dort, wo bewusst die Würde des anderen herabgesetzt wird und er in seinem Innersten verletzt wird. Darum können bekennende Christen bei aller Verachtung von Terror und Gewalt nicht sagen: Ich bin Charlie.

Der Islam gehört nicht zu Deutschland

Wenn die Bundekanzlerin und viele andere meinen „Der Islam gehört zu Deutschland“, dann muss dem widersprochen werden. Deutschland ist in seiner Kultur, seinem Menschenbild und seiner Rechtsprechung geprägt durch den christlichen Glauben, durch christlich-jüdische Wurzeln. Die Identität Deutschlands wird nicht durch den Islam bestimmt. Angesichts des Islamismus, der Spielart des Terror und Gewalt praktizierenden Islams, des Islams, der Christen verfolgt und Religionsfreiheit verweigert, der die Rechte von Frauen unterdrückt, ist zu fragen: Welcher Islam gehört denn zu Deutschland? Ist die Integration der Muslime in unsere Gesellschaft wirklich befriedigend gelungen? Wie stehen hier Wunschdenken und Realität zueinander? Nicht der Islam, aber Muslime gehören zu Deutschland. Der notwendige, kritische christlich-islamische Dialog gewinnt angesichts der Herausforderungen unserer Tage verstärkte Bedeutung. Schließlich soll es doch um ein gutes Miteinander zwischen Muslimen und Christen gehen.

PastorUlrich Rüß, Präsident der IKBG/ICN

Mittwoch, 4. Juni 2014

Pfingsten 2014 – Komm, Heiliger Geist!

Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche. Die Apostel empfingen den Heiligen Geist, jene Kraft Gottes, die sie befähigte, den Glauben an Jesus Christus in alle Welt zu tragen.

Der Heilige Geist weckt und stärkt diesen Glauben. Er ist unverfügbar, wirkt in besonderer Weise durch Gottes Wort und die Sakramente. Im Glaubensbekenntnis bekennen wir:„Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“

Martin Luther sagt dazu erklärend im Kleinen Katechismus: „Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann, sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten…“

Wir leben in einer Zeit, in der die Kirche durch den Zeitgeist, Säkularisierung und Relativierung von innen bedroht ist. Fundamentale Glaubensinhalte werden selbst von leitenden Repräsentanten der Kirche in Frage gestellt. Die Kirche bedarf der Erneuerung und Stärkung durch Gott, den Heiligen Geist. Um diesen Geist wollen wir beten:

Heiliger Geist, sei in unseren Herzen und Gedanken, durchströme uns jetzt mit deinem Feuer.

Heiliger Geist, erfülle uns in unserem ganzen Wesen bis ins Innerste unserer von Gott geschaffenen Seele.

Heiliger Geist, stärke in uns die Kraft, die Treue und die tiefe Freude, mit der wir unseren Herrn suchen und anbeten.

Heiliger Geist, führe uns nun zu unserem Erlöser und Fürsprecher,
Jesus Christus. Amen.

Die IKBG/ICN wünscht Ihnen ein geist-reiches und gesegnetes Pfingstfest!

Pastor Ulrich Rüß,
Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN)

Mittwoch, 16. April 2014

Die Auferstehung Jesu Christi –  das bleibende Fundament
christlichen Glaubens


Theologische Wegweisung der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften
 

Diese Erklärung wurde auf dem V. Ökumenischen Bekenntniskongress am 3. Nov. 2013 in Bad Teinach/Zavelstein angenommen. Sie beruht auf einem Entwurf von Bischof Prof. Dr. Ulrich Wilckens und wurde durch ergänzende Mitwirkung einiger Theologen in die Endfassung gebracht.


PRESSETEXT

Die Auferstehung Jesu Christi – das bleibende Fundament christlichen Glaubens
Theologische Wegweisung der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften


Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) legt zum Osterfest 2014 eine theologische Erklärung zur Auferstehung Jesu vor: „Die Auferstehung Jesu Christi – das bleibende Fundament christlichen Glaubens.“
Das von Bischöfen, Theologen, Philosophen, Pfarrern und Laien verschiedener Kirchen unterzeichnete etwa 30seitige Dokument wurde von Bischof Ulrich Wilckens entworfen und weiteren Theologen überarbeitet. Es bekennt sich nachdrücklich zur Realität der leiblichen Auferstehung Jesu und betont ihre theologische Bedeutung als Höhepunkt der Heilsgeschichte und als Anfang einer neuen, vollendeten Menschheit und Welt.

Die Erklärung zeigt, dass weder historische noch naturwissenschaftliche Argumente die Auferstehung ernsthaft infrage stellen können, und arbeitet seine praktischen Konsequenzen für Leben und Sterben der Christen heraus: Im Leben aus dem Evangelium und den Sakramenten ist die Realität der Auferstehung schon jetzt im Hier und Heute erfahrbar. Deshalb ist einer weit verbreiteten Missachtung oder Vernachlässigung der Sakramente zu wehren und die sonntägliche Feier des Herrenmahles als Mahl der Auferstehung anzustreben.

Die Erklärung gipfelt in einem Aufruf zur geistlichen Erneuerung der Kirche aus der Kraft der Auferstehung und zum Einswerden der getrennten Christen und Kirchen in der apostolischen Wahrheit und Liebe.

Pastor Ulrich Rüß, Präsident   
Andreas Späth, Vizepräsident
Pfarrer Dr. Werner Neuer, Leiter der Theologischen Kommission
Prof. Dr. Peter Beyerhaus, Ehrenpräsident


Theologische Wegweisung der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (315 KB)

Montag, 14. April 2014

E I N L A D U N G

STUDIENTAG GENDERISMUS 19. JULI 2014 IN SCHWÄBISCH-GMÜND


BILDUNG JA – INDOKTRINATION NEIN !
GENDER-IDEOLOGIE GEGEN VERNUNFT UND GLAUBEN
 

Der Studientag findet statt im Christlichen Gästezentrum Schönblick FORUM I, Willy-Schenk-Straße 9, 73527 Schwäbisch-Gmünd, www.schoenblick-info.de
Gabriele Kuby, Prof. Dr. Manfred Spreng und Dozent Dr. Werner Neuer  werden auf diesem STUDIENTAG sprechen.
Näheres zum Programm und mögliche Anmeldung entnehmen Sie bitte dem anliegenden Flyer!

Donnerstag, 10. April 2014

EKD-Studiumzentrum für Genderfragen eröffnet

Manifestation gegen Schöpfungsordnung Gottes und christliches Menschenbild

Die Konferenz Bekennender Gemeinschaften (KBG) und die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) sieht in der Einrichtung des Studienzentrums der EKD für Genderfragen eine bibel- und bekenntniswidrige Abkehr von der guten Schöpfungsordnung Gottes und dem christlichen Menschenbild mit der Konsequenz der Abkehr von Ehe und Familie als Leitbild christlicher Lebensform.

Die weitgehend unbekannte Ideologie des Genderismus, die irrtümlicherweise mit Gleichberechtigung verwechselt wird, leugnet, dass Gott den Menschen bipolar geschaffen hat. „Man wird nicht als Frau geboren, man wird zur Frau gemacht“, heißt es. Doch wenn jeder sein Geschlecht selbst bestimmen kann, je nach Einschätzung und Vorlieben der eigenen Rolle, hat das mit dem biblischen Schöpfungsverständnis nichts zu tun. In Konsequenz bedeutet das eine Umwandlung der Gesellschaft in Abkehr von christlicher Kultur. Die Genderideologie ist theologisch gesehen eine Irrlehre, die obendrein gegen alle Vernunft und gegen die Naturwissenschaft steht.

Die KBG und IKBG protestieren im protestantischen Sinn gegen die ideologieträchtige und bekenntniswidrige Einrichtung des Studienzentrums der EKD. Einmal mehr setzt die EKD ein Zeichen, das den Graben zwischen der kath. und orthodoxen Kirche vertieft, Ökumene erschwert und gefährdet. Und das mit einem jährlichen Zuschuss von mindestens 380.000 €.

Nach der theologisch höchst umstrittenen und bekenntniswidrigen Orientierungshilfe der EKD zu den Lebensformen „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ setzt die EKD mit der Einrichtung des Studienzentrums für Genderfragen ein weiteres bekenntniswidriges Zeichen. Geistgeleitete Kirche der Zukunft sieht anders aus.

Pastor Ulrich Rüß,
Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN)

Freitag, 14. Februar 2014

Aktive Sterbehilfe für Kinder – im höchsten Maße alarmierend

Der vom belgischen Parlament verabschiedete Beschluss zur aktiven Sterbehilfe für Kinder ist für die zivilisierte Gesellschaft, aber erst recht für jeden Christen im höchsten Maße alarmierend. Es ist ethisch nicht zu verantworten, wenn sterbenskranke Kinder auf eigenen Wunsch getötet werden dürfen. Das Leben gehört von Anfang bis Ende Gott. Daher hat der Mensch nicht das Recht, das eigene Leben oder das Leben von sterbenskranken Erwachsen und Kindern zu töten, zur Legalisierung aktiver Sterbehilfe und weitergehender Patiententötungen auch bei Kindern.

Dieses Euthanasiegesetz für Minderjährige hat negative Signalwirkung für ganz Europa. Belgien verabschiedet sich mit diesem Beschluss von den gemeinsamen humanitären und christlichen Werten.  Einer Kultur des Tötens sterbenskranker Kinder muss deutlich entgegen getreten werden. Ein würdiger Tod für Kinder hat mit liebevoller Pflege, mit Hilfe gegen Schmerzen und Ängste, dem Einsatz von Palliativmedizin, mit menschlicher und seelsorgerlicher Begleitung zu tun. Für Christen bekommt hier das Gebet und die Bezeugung der Hoffnung des ewigen Lebens einen besonders hohen Stellenwert.

Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften distanziert sich von diesem Beschluss des belgischen Parlamentes und fordert König Philippe von Belgien auf, dieses Gesetz nicht zu unterschreiben.

Pastor Ulrich Rüß,
Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN)

Freitag, 19. Dezember 2014

ENGEL GESUCHT – GERADE ZU WEIHNACHTEN



Über 78 %  der Befragten auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Hamburger Rathaus wussten nicht um die Bedeutung des Weihnachtsfestes. Mag das Ergebnis in anderen Regionen Deutschlands anders ausfallen, fest steht: immer mehr Menschen verbinden mit Weihnachten Geschenke, Kaufrausch, Glühwein, Stress und Gaumenschmaus. Aber Geburt Jesu?

Bei Kugeln, Kerzen und Lichterglanz, bei „O, Tannebaum…“ und „Süßer, die Glocken nun klingen…“ aus allen Kanälen wird teilweise bei aller Hektik der Sentimentalität nach Frieden nachgegangen. Aber Jesus-Gott wird Mensch?

Und selbst in den veröffentlichten Stellungnahmen der Kirchen zum Christfest, liest und hört man viel von Apellen zu mehr Frieden, Liebe unter uns Menschen. Nicht zu vergessen der Appell nach mehr Gerechtigkeit auf Erden. Aber ist das der Inhalt der Botschaft von Weihnachten, der Sinn der Geburt Jesu?

Folge: Von der Himmelsfreude keine Spur!

Die wahre Bedeutung des Weihnachtsfestes wissen wir durch den Weihnachtsengel, der sagt:
Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr…

Das ist Evangelium pur. Der „Vater im Himmel“ macht uns diese große Freude. Aus inniger Liebe zu uns begibt er sich in seinem Sohn in unsere tod- und schuldverfallene Welt, um uns zu erlösen. Was für eine Hoffnung und Freude für alle, die in Angst, Krankheit, Schuld leben, die leiden unter Folter, Terror, Krieg und Ungerechtikeit. Er will dich und mich in den Himmel retten. Krippe, Kreuz und Ostern zeichnen diesen Weg. Wahre Weihnachtsfreude!

Der Heiland ist geboren, der Retter von „Sünde, Tod und Teufel“. Diese Botschaft braucht Engel, die sie unters Volk tragen. Im übertragenen Sinn sollen alle Christen Engel, Weihnachtsengel sein. Die Kirche, wir alle sind gerufen, in dieser Zeit solche Weihnachtsengel zu sein. Vielleicht wüssten dann wieder Mehr um die Bedeutung von Weihnachten. Und vor allem: Es gäbe eine wirkliche Weihnachtsfreude, Freude darüber, dass über uns Schuld, Tod und die Macht des Bösen nicht das letzte Wort haben, sondern Gott, der uns durch Christus erlöst hat. Also – sei ein Engel!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen mit allen Verantwortlichen der IKBG ein freudenreiches und gesegnetes Christfest und ein erfülltes Jahr 2015!

PastorUlrich Rüß, Präsident der IKBG/ICN

Mittwoch, 4. Juni 2014

Pfingsten 2014 – Komm, Heiliger Geist!

Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche. Die Apostel empfingen den Heiligen Geist, jene Kraft Gottes, die sie befähigte, den Glauben an Jesus Christus in alle Welt zu tragen.

Der Heilige Geist weckt und stärkt diesen Glauben. Er ist unverfügbar, wirkt in besonderer Weise durch Gottes Wort und die Sakramente. Im Glaubensbekenntnis bekennen wir:„Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“

Martin Luther sagt dazu erklärend im Kleinen Katechismus: „Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann, sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten…“

Wir leben in einer Zeit, in der die Kirche durch den Zeitgeist, Säkularisierung und Relativierung von innen bedroht ist. Fundamentale Glaubensinhalte werden selbst von leitenden Repräsentanten der Kirche in Frage gestellt. Die Kirche bedarf der Erneuerung und Stärkung durch Gott, den Heiligen Geist. Um diesen Geist wollen wir beten:

Heiliger Geist, sei in unseren Herzen und Gedanken, durchströme uns jetzt mit deinem Feuer.

Heiliger Geist, erfülle uns in unserem ganzen Wesen bis ins Innerste unserer von Gott geschaffenen Seele.

Heiliger Geist, stärke in uns die Kraft, die Treue und die tiefe Freude, mit der wir unseren Herrn suchen und anbeten.

Heiliger Geist, führe uns nun zu unserem Erlöser und Fürsprecher,
Jesus Christus. Amen.

Die IKBG/ICN wünscht Ihnen ein geist-reiches und gesegnetes Pfingstfest!

Pastor Ulrich Rüß,
Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN)

Mittwoch, 16. April 2014

Die Auferstehung Jesu Christi –  das bleibende Fundament
christlichen Glaubens


Theologische Wegweisung der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften
 

Diese Erklärung wurde auf dem V. Ökumenischen Bekenntniskongress am 3. Nov. 2013 in Bad Teinach/Zavelstein angenommen. Sie beruht auf einem Entwurf von Bischof Prof. Dr. Ulrich Wilckens und wurde durch ergänzende Mitwirkung einiger Theologen in die Endfassung gebracht.


PRESSETEXT

Die Auferstehung Jesu Christi – das bleibende Fundament christlichen Glaubens
Theologische Wegweisung der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften


Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) legt zum Osterfest 2014 eine theologische Erklärung zur Auferstehung Jesu vor: „Die Auferstehung Jesu Christi – das bleibende Fundament christlichen Glaubens.“
Das von Bischöfen, Theologen, Philosophen, Pfarrern und Laien verschiedener Kirchen unterzeichnete etwa 30seitige Dokument wurde von Bischof Ulrich Wilckens entworfen und weiteren Theologen überarbeitet. Es bekennt sich nachdrücklich zur Realität der leiblichen Auferstehung Jesu und betont ihre theologische Bedeutung als Höhepunkt der Heilsgeschichte und als Anfang einer neuen, vollendeten Menschheit und Welt.

Die Erklärung zeigt, dass weder historische noch naturwissenschaftliche Argumente die Auferstehung ernsthaft infrage stellen können, und arbeitet seine praktischen Konsequenzen für Leben und Sterben der Christen heraus: Im Leben aus dem Evangelium und den Sakramenten ist die Realität der Auferstehung schon jetzt im Hier und Heute erfahrbar. Deshalb ist einer weit verbreiteten Missachtung oder Vernachlässigung der Sakramente zu wehren und die sonntägliche Feier des Herrenmahles als Mahl der Auferstehung anzustreben.

Die Erklärung gipfelt in einem Aufruf zur geistlichen Erneuerung der Kirche aus der Kraft der Auferstehung und zum Einswerden der getrennten Christen und Kirchen in der apostolischen Wahrheit und Liebe.

Pastor Ulrich Rüß, Präsident   
Andreas Späth, Vizepräsident
Pfarrer Dr. Werner Neuer, Leiter der Theologischen Kommission
Prof. Dr. Peter Beyerhaus, Ehrenpräsident


Theologische Wegweisung der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (315 KB)

Montag, 14. April 2014

E I N L A D U N G

STUDIENTAG GENDERISMUS 19. JULI 2014 IN SCHWÄBISCH-GMÜND


BILDUNG JA – INDOKTRINATION NEIN !
GENDER-IDEOLOGIE GEGEN VERNUNFT UND GLAUBEN
 

Der Studientag findet statt im Christlichen Gästezentrum Schönblick FORUM I, Willy-Schenk-Straße 9, 73527 Schwäbisch-Gmünd, www.schoenblick-info.de
Gabriele Kuby, Prof. Dr. Manfred Spreng und Dozent Dr. Werner Neuer  werden auf diesem STUDIENTAG sprechen.
Näheres zum Programm und mögliche Anmeldung entnehmen Sie bitte dem anliegenden Flyer!

Donnerstag, 10. April 2014

EKD-Studiumzentrum für Genderfragen eröffnet

Manifestation gegen Schöpfungsordnung Gottes und christliches Menschenbild

Die Konferenz Bekennender Gemeinschaften (KBG) und die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) sieht in der Einrichtung des Studienzentrums der EKD für Genderfragen eine bibel- und bekenntniswidrige Abkehr von der guten Schöpfungsordnung Gottes und dem christlichen Menschenbild mit der Konsequenz der Abkehr von Ehe und Familie als Leitbild christlicher Lebensform.

Die weitgehend unbekannte Ideologie des Genderismus, die irrtümlicherweise mit Gleichberechtigung verwechselt wird, leugnet, dass Gott den Menschen bipolar geschaffen hat. „Man wird nicht als Frau geboren, man wird zur Frau gemacht“, heißt es. Doch wenn jeder sein Geschlecht selbst bestimmen kann, je nach Einschätzung und Vorlieben der eigenen Rolle, hat das mit dem biblischen Schöpfungsverständnis nichts zu tun. In Konsequenz bedeutet das eine Umwandlung der Gesellschaft in Abkehr von christlicher Kultur. Die Genderideologie ist theologisch gesehen eine Irrlehre, die obendrein gegen alle Vernunft und gegen die Naturwissenschaft steht.

Die KBG und IKBG protestieren im protestantischen Sinn gegen die ideologieträchtige und bekenntniswidrige Einrichtung des Studienzentrums der EKD. Einmal mehr setzt die EKD ein Zeichen, das den Graben zwischen der kath. und orthodoxen Kirche vertieft, Ökumene erschwert und gefährdet. Und das mit einem jährlichen Zuschuss von mindestens 380.000 €.

Nach der theologisch höchst umstrittenen und bekenntniswidrigen Orientierungshilfe der EKD zu den Lebensformen „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ setzt die EKD mit der Einrichtung des Studienzentrums für Genderfragen ein weiteres bekenntniswidriges Zeichen. Geistgeleitete Kirche der Zukunft sieht anders aus.

Pastor Ulrich Rüß,
Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN)

Freitag, 14. Februar 2014

Aktive Sterbehilfe für Kinder – im höchsten Maße alarmierend

Der vom belgischen Parlament verabschiedete Beschluss zur aktiven Sterbehilfe für Kinder ist für die zivilisierte Gesellschaft, aber erst recht für jeden Christen im höchsten Maße alarmierend. Es ist ethisch nicht zu verantworten, wenn sterbenskranke Kinder auf eigenen Wunsch getötet werden dürfen. Das Leben gehört von Anfang bis Ende Gott. Daher hat der Mensch nicht das Recht, das eigene Leben oder das Leben von sterbenskranken Erwachsen und Kindern zu töten, zur Legalisierung aktiver Sterbehilfe und weitergehender Patiententötungen auch bei Kindern.

Dieses Euthanasiegesetz für Minderjährige hat negative Signalwirkung für ganz Europa. Belgien verabschiedet sich mit diesem Beschluss von den gemeinsamen humanitären und christlichen Werten.  Einer Kultur des Tötens sterbenskranker Kinder muss deutlich entgegen getreten werden. Ein würdiger Tod für Kinder hat mit liebevoller Pflege, mit Hilfe gegen Schmerzen und Ängste, dem Einsatz von Palliativmedizin, mit menschlicher und seelsorgerlicher Begleitung zu tun. Für Christen bekommt hier das Gebet und die Bezeugung der Hoffnung des ewigen Lebens einen besonders hohen Stellenwert.

Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften distanziert sich von diesem Beschluss des belgischen Parlamentes und fordert König Philippe von Belgien auf, dieses Gesetz nicht zu unterschreiben.

Pastor Ulrich Rüß,
Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN)

Sonntag, 2. Februar 2014

Gelobt sei Gott!
Zum 85. Geburtstag von Prof. Dr. Beyerhaus


Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften gratuliert ihrem Ehrenvorsitzenden, Prof. Dr. Peter Beyerhaus zu seinem 85. Geburtstag. In einem Glückwunschschreiben des Präsidenten der IKBG, Pastor Ulrich Rüß, heißt es: „Du darfst in Deinem Leben außergewöhnlich viel erleben und bewirken. Vielen warst und bist Du ein Segen, ein Leuchtturm in geistlich stürmischer See. Nicht wenige haben sich an Dir orientiert, andere an Deinen klaren biblisch-theologischen Positionen gerieben. Deine unzähligen Verdienste können hier nicht aufgelistet werden. Sie bleiben uns Vermächtnis. … In Deiner Biographie gibt es segensreiche Spuren Gottes, Spuren des treuen Bekennens und Bezeugens. Was Du in großem Segen mit Deinen Gaben hast wirken dürfen, ist letztlich alles Gnade und Geschenk. So sind wir Dir für Dein geistlich-schöpferisches Wirken sehr dankbar und preisen über Dich den Herrn der Kirche, dessen begnadetes Werkzeug Du hast sein dürfen. Dankbarkeit und Demut für 85 Jahre erfüllten Lebens. Unser aller Ehre liegt im Dienersein Jesu „Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn.“ (1. Kor 1,31)

Als Bekenner wollen wir über dem Klagen über die ungeistlichen Zustände der Kirche das Gotteslob nicht vergessen. Wir freuen uns und sind dem Himmel dankbar für Deine Schaffenskraft und geistig-geistliche Vitalität in hohem Alter, wünschen Dir, dass Du möglichst lange unter Gottes Segen in der Gemeinschaft mit Deiner lieben Frau in großer Glaubensfreude und Zuversicht leben darft. Mit Dank, einem Halleluja und einem Vergelts Gott,

Dein Ulrich Rüß

Dienstag, 17. Dezember 2013

WEIHNACHTEN GEGEN ALLE VERNUNFT



Gott ist Gott und Mensch ist Mensch. Himmel ist Himmel und Erde ist Erde. Eine unüberbrückbare Trennung?

Weihnachten heißt: Gott wird Mensch, der Himmel kommt auf die Erde. Die größtmögliche Trennung ist aufgehoben. Sie gilt nicht mehr absolut. Das ist die alles Denken übersteigende Botschaft von der Geburt Jesu Christi im Stall zu Bethlehem. „Empfangen vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria“, wie es im Credo heißt. Jesus, wahrer Gott und wahrer Mensch. Die Brücke für uns Menschen zu Gott und dem Himmel. Jesus Christus- eine Brücke, die alles Trennende überwindet: Sünde, Schuld, Tod und Teufel. Die Engel als Boten des Himmels bezeugen am besten, was Weihnachten bedeutet: „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr…“  Und der Apostel Paulus beschreibt es so: „Der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung.“ (1 Kor 1) 

Weihnachten wäre nicht Weihnachten, wenn Jesus lediglich ein Prophet, eine charismatische Erscheinung, ein Moralprediger, Humanist oder ein Weltverbesserer gewesen wäre, einer, der sich in erster Linie um soziale Missstände, Ungerechtigkeiten, Bewahrung der Schöpfung und Frieden gekümmert hätte.

Mit der Geburt Jesu verbinden wir sein Wirken zum Heil der Welt, eben jene Brücke zu Gott und Himmel, die durch sein Kreuz und seine Auferstehung möglich wurde. Alles uns von Gott Trennende nahm er auf sich. So singen wir: „Christ, der Retter ist da.

Für das menschliche Denken ist das möglicherweise ein Skandal. Aber für uns Christen das größte Geheimnis und die größtmögliche Freude. Lauter Liebe! Das Ende aller endgültigen Trennung von Gott und Himmel.

Gerhardt Tersteegen (1731) drückt es in seinem Lied „Jauchzet ihr Himmel…“  (EG 41, 4+7) so aus: „Gott ist im Fleische: wer kann das Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zusehen. Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen.“ „Süßer Immanuell, werd auch in mir nun geboren, komm doch, mein Heiland, denn ohne dich bin ich verloren! Wohne in mir, mach mich ganz eines mit dir, der du mich liebend erkoren.“
Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften wünscht Ihnen ein von der Christusfreude bestimmtes Fest und ein gnadenreiches, gesegnetes Jahr 2014


PastorUlrich Rüß, Präsident der IKBG/ICN

Donnerstag, 21. November 2013

Kardinal Meisner – Zustimmung und Freude zum Tübinger Pfingstaufruf der IKB/ICN

In einem Schreiben vom 8. Nov. 2013 an den Präsidenten der IKBG, Pastor Ulrich Rüß, bekundet der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, seine Zustimmung und Freude zum Tübinger Pfingstaufruf der IKBG/ICN. Hier der Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Pastor Rüß!

Herzlich danke ich Ihnen für Ihr Schreiben vom September 2013, in dem Sie auf den Tübinger Pfingstaufruf aufmerksam machen. Es wird Sie nicht wundern zu hören, dass ich den Text mit Zustimmung und Freude gelesen habe.

„Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist“ (Röm 12,2). Es ist kein Zufall, dass der Apostel Paulus dies an die Römer schreibt; die Versuchung der Verweltlichung ist so alt wie das Christentum selber. Hier wird auch die wahre „Metamorphose“ des Christus genannt, die sich nicht verkehren darf in eine rein innerweltliche Transformation, sozusagen in eine Strukturreform. Die wahre christliche „Wandlung“  ist Gottes Werk, auch wenn wir uns aktiv daran beteiligen können und sollen: „Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.“ (Phil 3,20-21)

„Dein Reich komme!“: Das ist kein Programmpunkt einer christlichen Aufgabenliste, sondern ein an Gott den Vater gerichteter Gebetswunsch, den Christus selbst uns gelehrt hat. Selbstverständlich sind wir als Christen Salz der Erde und Sauerteig, dazu bestimmt, die Welt mit dem Evangelium zu durchdringen. Das schließt die Bemühung um Werte wie Frieden und Gerechtigkeit ein. Aber es wäre fatal zu vergessen, dass dies aller nur Zeichen und „Angeld“ des Gottesreiches ist. Das neue Jerusalem wird nicht auf Erden gebaut, sondern senkt sich vom Himmel herab! Arbeiten wir nur gemeinsam daraufhin, dass die durch die Sünde entstellte Welt sich wieder Gott zuwendet, sich für ihn öffnet und disponiert. Das ist ein Missionsziel, dass wir als evangelikale und katholische Christen in guter brüderlicher Gemeinschaft angehen können.

Mit freundlichen Grüßen und meinen bischöflichen Segenswünschen

Ihr Joachim Kardinal Meisner

Freitag, 21. Juni 2013

ABSCHIED VOM BIBLISCH-CHRISTLICHEN EHEVERSTÄNDNIS

Die Orientierungshilfe der EKD zum Thema Familie „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ räumt gründlich mit den an Bibel und Bekenntnis orientierten Vorstellungen von Ehe und Familie auf. Sie markiert einen Bruch zu älteren Orientierungshilfen der EKD, einen Bruch mit eindeutigen Bibel- und Bekenntnisaussagen und stellt sich zu ihnen in Widerspruch.

Der Ausgangspunkt der sogenannten Orientierungshilfe ist ein gesellschaftspolitischer und kein biblisch-geistlicher. Freiheit und Gleichheit werden hier nicht biblisch-theologisch im Verständnis der Reformation, sondern im Sinne einer modernen Gesellschaft gedacht.  Ehe und Familie im herkömmlichen Sinn genießen kein Privileg mehr. Jede Lebensform, „die verlässlich, respektvoll und fürsorglich gelebt wird“, verdient dieselbe Würdigung. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden auch in theologischer Hinsicht als gleichwertig anerkannt. Alle sollen sich angenommen und wohlfühlen dürfen. Die Ehe „bis der Tod euch scheidet“ verliert an Sinntiefe und Verbindlichkeit, vielmehr wird intensiv von der Scheidung und Begrenztheit der Ehe gedacht. Ein evangelisch-ethisches Profil ist nicht erkennbar. In der Absage an jedes „normative Verständnis der Ehe als göttliche Stiftung oder natürliche Schöpfungsordnung“ stellt sich diese Orientierungshilfe in Gegensatz zum lutherischen Bekenntnis. (Siehe Großer Katechismus Martin Luthers – Erklärung zum 6. Gebot )

Die EKD  will offensichtlich als progressive gesellschaftliche Kraft gelten, weniger als Glaubensgemeinschaft, die der Säkularisierung und dem Meinungsstrom der Zeit wehrt. Die Selbstsäkularisierung der Ev. Kirche strebt einmal mehr einem Höhepunkt zu. Keine der großen Weltreligionen leistet sich eine Verweltlichung dieses Ausmaßes.

Der Geist des Bundesverfassungsgerichts, der Geist der unbeschränkten Gleichheit (Genderismus) und der vorherrschende Zeitgeist hatten Vorrang vor dem Heiligen Geist, dem Geist der Treue zu den Grundlagen der Kirche, des evangelischen Glaubens.

In den Bezugnahmen auf biblische Texte werden die Texte hermeneutisch antibiblisch uminterpretiert. Der Umgang mit der Bibel ist ein laxer, Bibeltexte, die strenger anmuten, werden entschäft.

Für die Ökumene bedeutet diese unevangelische, schrift- und bekenntniswidrige Orientierungshilfe einen ernst zu nehmenden Rückschlag und eine weitere Belastung.

Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften, die Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland und die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutchland distanzieren sich in aller Schärfe von dieser die Ehe abwertenden Orientierungshilfe der EKD und ermutigt die Christen, weiter unbeirrt am biblischen Bild von Ehe und Familie festzuhalten.

Pastor Ulrich Rüß
1.Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, Vorsitzender der KBG (Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland) und Präsident der IKBG (Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften)

Donnerstag, 16. Mai 2013

Weltevangelisierung oder Weltveränderung?

Tübinger Pfingst-Aufruf zur Erneuerung eines biblisch-heilsgeschichtlichen Missionsverständnisses



Im März 2013 fand in Gomaringen bei Tübingen unter dem Namen Rolf Scheffbuch-Symposion eine Arbeitstagung von Missionswissenschaftlern und Missionsfreunden statt. Trägerin war die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKB/ICN). Die Zusammenkunft war dem Gedächtnis des am 10. November 2012 heimgerufenen Prälaten Rolf Scheffbuch  gewidmet, eines bedeutenden Repräsentanten des Württembergischen Pietismus und Förderers der weltweiten Bewegung für Mission und Evangelisation.

Auf dieser Tagung wurde diese missionstheologische Erklärung beschlossen. Anlass ist die Sorge eines veränderten Missionsverständnisses, das mehr die Weltveränderung als die Weltevangelisierung im Blick hat und damit nicht mehr dem biblisch-heilsgeschichtlichen Verständnis der Mission entspricht. Es gibt einen Trend, die Weltgeschichte und das Reich Gottes miteinander zu vermischen, durch Einflussnahme auf die Gesellschaftspolitik das Reich Gottes schon hier auf Erden verwirklichen zu können.

Der Tübinger Pfingstaufruf wendet sich an alle Christen, die aktiv am Dienst der Mission und Evangelisation beteiligt sind. Darüber hinaus gilt dieser Aufruf auch den ungezählten Missionsfreunden und Betern in den Gemeinden, denen die Mission am Herzen liegt.
Dieser Aufruf möchte Mahnung und Ermutigung zur Neubesinnung auf ein biblisch-heilsgeschichtliches Missionsverständnis sein.
Es gibt den Tübinger Pfingstaufruf in einer Lang- und einer Kurzfassung.

Tübinger Pfingstaufruf 2013- Langfassung ( pdf – 372 KB )

Tübinger Pfingstaufruf 2013 - Kurzfassung ( pdf – 265 KB )


Donnerstag, 14. März 2013

Zur Papstwahl von Franziskus I.

Überraschend wurde zum ersten Male in der Geschichte mit dem Erzbischof Jorge Mario Bergoglio ein Lateinamerikaner zum Papst gewählt. Man darf gespannt sein, wie er sein Amt wahrnimmt und welche theologischen Schwerpunkte er als Nichteuropäer in seinem Pontifikat verfolgt. Mit dem Namen Franziskus bekennt er sich zu dem Heiligen Franz von Assisi, der sich als Anwalt der Armen verstand.



Wir gratulieren dem neuen Papst Franziskus I. und wünschen ihm für sein herausragendes Leitungsamt mit übermenschlichem Erwartungsdruck vor allem die Kraft und den Beistand des Heiligen Geistes, die unerschütterliche Standfestigkeit und Treue zum Evangelium und den unveränderbaren Grundlagen christlichen Glaubens. Wir hoffen auf eine Weiterführung des christuszentrierten, bewahrenden Glaubenskurses von Benedikt XVI., wie er in seinen Jesusbüchern zum Ausdruck kam.

Wir wünschen ihm jene Weltoffenheit, die die Herausforderungen der Zeit aufnimmt, aber dem Relativismus, Zeitgeist und Säkularismus wehrt.

Damit wäre der neue Papst ein wichtiger Impuls, Hilfe und Korrektur für die weltweite Ökumene.

Als Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften erhoffen wir uns eine Weiterführung und Vertiefung der christozentrisch-trinitarischen Bekenntnisökumene.

Pastor Ulrich Rüß, Präsident der IKBG

Mittwoch, 27. Februar 2013

Entwicklung, die dem christlichen Menschenbild widerspricht

Das Bundesverfassungsgericht hat das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften gestärkt. Außer der CDU treten alle Parteien für eine völlige Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe mit der heterosexuellen Ehe ein. Diese Form der Gleichstellung ist geprägt vom Geist des Genderismus, jener Ideologie, die im krassen Widerspruch zum christlichen-biblischen Menschenbild und Schöpferglauben steht. Ehe und Eltern sind im biblischen Verständnis nur und ausschließlich heterosexuell zu verstehen. So gilt es für die gesamte christliche Tradition. Mit diesem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes entfernt sich Deutschland einmal mehr vom Geist christlicher Tradition, wie er weitgehend die geltende Verfassung geprägt hat. Diese Entwicklung wird leider durch die Evangelische Kirche mit ihrer Forcierung der Genderideologie gefördert. Ein Beispiel ist u.a. die Präses der EKD-Synode Katrin Göring-Eckhardt.

Es bleibt kein anzustrebendes Ziel, dass Kinder ohne Vater und Mutter aufwachsen. Kinder brauchen Eltern. Unbestritten hat das Kind mit Vater und Mutter die bestmögliche Entwicklungschance. Ein volles Adoptionsrecht für sogenannte „Homoehen“ ist für den Christen in Bindung an Schrift und Bekenntnis nur abzulehnen.

Das Urteil des Bundeverfassungsgerichtes macht deutlich, dass christlicher Glaube und christliche Lebensführung zunehmend mehr im Kontrast zu staatlicher Gesetzgebung und dem großen Meinungsstrom der Gesellschaft stehen.

Pastor Ulrich Rüß

Mittwoch, 20. Februar 2013

Zum Rücktritt Papst Benedikt XVI.


Diesem Rücktritt gebührt Respekt, wenngleich er völlig überraschend kommt und Betroffenheit auslöst. Papst Benedikt XVI. stand mit seinem Pontifikalamt für eine Kirche, die sich nicht dem großen Meinungsstrom und Zeitgeist anpasst. Das hat ihn Sympathie nicht nur in der öffentlichen Meinung, sondern auch im katholischen Bischofskollegium gekostet. Seine Mahnungen vor dem Einfluss des Säkularismus in der Kirche, dem Zeitgeist, der Diktatur des Relativismus und der Beliebigkeit, sein Eintreten für die Neu-Evangelisation  Europas haben zeitlose Bedeutung und geben Orientierung des Glaubens über alle Konfessionsgrenzen hinweg, auch bei allen Bekennenden Gemeinschaften.  Beeindruckend seine theologische Gradlinigkeit, Standfestigkeit und Demut, sein unermüdliches Christuszeugnis.

Zentrum seiner Theologie war die Christologie, wie sie auch in seinen Jesusbüchern zum Ausdruck kam. Gerade diese Christuszentriertheit hatte eine tiefe ökumenische Dimension von großer Tragweite. Im Rückblick wird man feststellen müssen, dass die Evangelische Kirche es leider versäumt hat, nicht intensiver den ökumenischen Dialog mit diesem Papst gesucht zu haben, der wie kein anderer zuvor so evangelisch-christuszentriert gelehrt und verkündigt hat. Das wird man im Rückblick in weniger aufgeregten Zeiten vermutlich bedauern.

Bei Papst Benedikt XVI. waren, wie bei keinem anderen Kirchenführer und Theologen, in seiner Theologie brillante Intellektualität,  Argumentationsfähigkeit mit tiefer Frömmigkeit verbunden. 

Bei allen verbleibenden theologischen Unterschieden hat dieser Papst in seinem schweren Pontifikat auch für Evangelische Christen ermutigende und den Glauben stärkende Maßstäbe gesetzt. Dafür gebührt ihm Achtung und Dank.

Pastor Ulrich Rüß, Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften
Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in der EKD
Vors. Der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Mittwoch, 20. Februar 2013

ORDINARIAT FÜR LUTHERANER


Die vom Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller erwogene Möglichkeit eines Ordinariats für Lutheraner gibt der Ökumene eine neue, bisher nicht vorstellbare Dimension und einen neuen Impuls für das ökumenische Gespräch. Die entscheidende Frage ist: kann ein Lutheraner in einem lutherischen Ordinariat innerhalb der röm.-kath. Kirche leben, ohne seine „lutherische Identität“ zu leugnen, und was bedeutet es, dass die kath. Kirche den Lutheranern erlauben könnte, „die legitimen Traditionen, die sie entwickelt haben, beizubehalten“? Hier besteht Klärungsbedarf.

Es gibt im weltweiten Luthertum eine nicht näher zu beziffernde Zahl von Einzelnen und Gruppen von Lutheranern, die die volle Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft mit der kath. Kirche suchen, ohne konvertieren zu müssen. Zurecht wird darauf hingewiesen, dass Luther keine Kirchenspaltung, sondern eine Reform der Kirche wollte, dass die durch das 2. Vatikanische Konzil veränderte kath. Kirche von heute nicht gleichzusetzen ist mit der desolaten Kirche, wie sie zur Zeit Luthers herrschte. Mancher sieht das Zentrum des christlichen Glaubens und der lutherischen Reformation in der „real existierenden luth. Kirche“ schlechter aufgestellt als in der kath. Kirche.

Ein großer Teil der luth. Kirchen würde allerdings in dem Ordinariat für Lutheraner ein Modell der sog. „Rückkehrökumene“ (zurück nach Rom) sehen und diese Form der Ökumene ablehnen.

Der offizielle ökumenische Dialog der luth. Kirche mit Rom stagniert. Evangelischerseits bedeutet Ökumene heute, lediglich gegenseitige Anerkennung dessen, was ist, ohne die Fragen nach der Wahrheit in Glauben und Lehre zu stellen und zu bearbeiten und das Ziel einer Gesamtkirche im Auge zu behalten. Somit tritt die Ökumene auf der Stelle. Erschwerend kommt hinzu, dass die evangelische Kirche ihre reformatorische Identität im Sog von Säkularisierung und Zeitgeist gefährdet und durch ihren Pluralismus ein unberechenbarer ökumenischer Gesprächspartner ist.

Ein intensiver ökumenischer Dialog, der die Frage nach der Wahrheit einschließt, ist dringend geboten. Dieser Prozess bedeutet hartes theologisches Arbeiten unter Anrufung des Heiligen Geistes. Er verändert und bewegt, geht über das gegenseitige Sichbestätigen  und Anerkennen hinaus. Die gegenwärtige nette „Begrüßungsökumene“ muss sich zur theologischen „Arbeitsökumene“ entwickeln, die neu um die Wahrheit ringt. Schließlich wollte Jesus die eine Kirche. In der Christuszentrierung hat die wahre Ökumene ihre große Chance. Daher gilt es, eine christuszentrierte-trinitarische Bekenntnisökumene anzustreben und zu leben, wo die elementaren gemeinsamen Bekenntnisgrundlagen in ihrer heutigen Gefährdung vertieft werden. Die gemeinsame Zentrierung auf die Mitte des Glaubens ermutigt auf dem Weg zur Einheit. Die Lutheraner sind für die Ökumene ein großer Gewinn, wenn sie wirklich Lutheraner im Sinne Luthers sind.

Pastor Ulrich Rüß , Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN)

Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland

Mittwoch, 20. Februar 2013

ERSTE KIRCHE WIRD ZUR MOSCHEE

Mit der Umwandlung der Kapernaumkirche in Hamburg-Horn zur Moschee ist eine Grenze überschritten. Halbmond statt Kreuz, Gebetsnische statt Altar – ein Fanal und eine Herausforderung für Christen aller Konfessionen. Wer auf ein besseres Miteinander zwischen Christen und Muslimen gehofft hatte, sieht sich getäuscht.

Wenn der Vorsitzende des Rates der islamischen Gemeinschaft in Hamburg von einem „Signal für eine offene Gesellschaft“ spricht und sagt „unsere Türen stehen allen offen“, diesen Vorgang als ein Beispiel von Integration und Dialog zwischen Islam und Christentum sieht, wirkt das befremdlich und zynisch. Selbst wenn alles rechtlich korrekt ist, fehlt es an der gebotenen Sensibilität.

Für die Integration und den interreligiösen Dialog ist die Umwandlung der Kirche in eine Moschee geradezu kontraproduktiv. Es fehlt offensichtlich an Respekt und dem Ernstnehmen religiöser Gefühle der Christen und verstößt gegen den Geist eines besseren Miteinanders. Man konnte um die Leitlinien der EKD von 2007 zum Verkauf von Kirchen wissen. Danach sollte keine Kirche in eine Moschee umgestaltet werden können. Wenn das islamische Zentrum Al-Nour dies dennoch vollzieht, hilft kein Schönreden unter Bezug darauf, dass „Juden, Christen, Muslime Völker der Offenbarung sind“.

Die Umwandlung der Kirche zur Moschee offenbart, wie weit in unserer Gesellschaft die Säkularisierung und die Verstärkung des islamisch-religiösen Machtanspruches fortgeschritten sind.

Pastor Ulrich Rüß, Hamburg

Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in der EKD (KBG)
Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG)

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